Trommler- und Pfeifercorps Freiburg/Elbe von 1896

Gründung des Corps

 

Der Ursprung der Gründung kommt aus dem Jahre 1895. Einige Gildebrüder hatten sich damals zusammengefunden, die ein Trommler- und Pfeifercorps innerhalb der Gilde aufstellen wollten.

Hierzu kam es allerdings erst ein Jahr später, laut Gildebuch wurde erst am 20.06.1896 an die Gilde heran getreten, um ein Trommler- und Pfeifercorps aus Mitgliedern der Freiburger Schützengilde zu gründen. Was nach der Gründung und in den Jahren nach der Jahrhundertwende bis zum 2. Weltkrieg geschah, weiß man nur aus Bildern, Berichten und Erzähllungen älterer Schützen und Spielleuten. Leider findet man

in der Chronik und in den Protokollen keine weiteren Hinweise auf das Trommler- und Pfeifercorps.

Die Gründungsmitglieder bestanden aus 9 Gildebrüdern, einen Tambourmajor oder Stabführer, wie man ihn heute hat, gab es damals noch nicht, der echte Flügelmann, ein Flötist gab die Einsätze.

Erst viel später wurde ein Tambourmajor eingeführt, der sogar laut Beschluss der Versammlung vom 13.05.1901 einen Säbel trägt, dieses wurde sogar in der Satzung der Gilde am 05.04.1903 festgeschrieben.

1911 bestand das Trommler-und Pfeifercorps aus zehn Mann, 4 Tambours und 6 Pfeifer, Tambourmajor war damals August Oellrich.

1925 stiftete Hermann Möller den Corps ein Tambourstab. Dieser ist noch heute im Besitz des Zuges und wird dort gelegentlich eingesetzt.   

1926 hatte der Spielmannszug schon eine weitere Zunahme auf nunmehr 15 Mann zu verzeichnen. Der Trommler- und Pfeifercorps spielte mittlerweile auf anderen Schützenfesten, aber auch in anderen Bereichen waren die Spielleute stets dabei, sei es bei

den Kinderbelustigungen, beim Kranzbinden oder beim Ausschmücken des Festzeltes.                             

Die Aktivitäten der Trommler und Pfeifer wurden von 1940 - 1947 eingestellt. Doch bereits schon Ende 1946 wurde die Musik wieder aktiviert, zum Ärger der Besatzungstruppen. man traf sich zum Üben, um zum Schützenfest 1948 wieder dabei zu sein. Uniformen waren nach dem Kriege noch verpönt. Damit das Corps dennoch als eigene Einheit zu erkennen war, wurden auf Anregung von Wilhelm Schmiedeberg weiße Jacke besorgt. 

Der Musikzug, der schon mittlerweile aus über 20 Spielleuten bestand, war in  der damaligen Zeit der einzig spielende zwischen Stade, Bremervörde und Cuxhaven, so wurden Einladungen zu den Schützenfesten nach diesen eben genannten Städte gerne angenommen.

1949 waren es harte Zeiten für den Corps. Die Menschen hatten Nachholbedarf am Feiern und wenn das Corps kam, stieg die Stimmung und jeder wollte das Corps dirigieren.

Der Trommler- und Pfeifercorps wuchs mittlerweile mit einer Stammbesetzung von ca. 25 Spielleuten zur unzertrennlichen Gemeinschaft innerhalb der Gilde heran und wurde daher von vielen beneidet. 1954 spielte man zum ersten Mal auf dem Volks- und Feuerwehrfest in Krummendeich. Zahlreiche weitere Einsätze runden die Aktivitäten der Musikgruppe in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg ab. Es entstanden im Laufe dieser Zeit viele freundschaftliche Verbindungen zu anderen Schützenfesten, wie z. B. Glückstadt, Wahlstedt, Balje, Oederquart, Wischhafen, Drochtersen, Cuxhaven-Groden, Belum, Fredenbeck, u. v. m.. Es wurden aber auch bei vielen anderen Gelegenheiten gespielt, wie auf den Jubiläumsfeiern des Flecken Freiburgs, den Straßen- und Hafenfesten, den Bockmärkten mit seinen Laternenumzügen, sowie bei besonderen Anlässen innerhalb der Gildegemeinschaft.

Einige Spielleute schieden Anfang der 80er Jahre aus Altersgründen aus. Durch diese Entwicklung aufgeschreckt, aber auch um die Auflösung des Corps zu vermeiden, entschied man sich Mitte der 80er Jahre, Jugendliche beiderlei Geschlechts in das Corps aufzunehmen. Eine große Werbekampagne wurde gestartet und nach zögernden Anfängen, gelang es Jugendliche zum Beitritt zu bewegen.

Eine beachtliche Zahl von 60 Spielleuten, der mit 35 Pfeifen, 16 trommeln,. 2 großen trommeln, 2 Paradetrommeln, 2 Parr Becken und 3 Lyren besetzt war, konnte man vorweisen. Die Ausbildung des Corps wird, auch heute noch, von eigenen Spielleuten vorgenommen.

Nicht nur die Spielleute, auch die Stabführung wurde verjüngt, neben Oberleutnant Peter Steffens, war als Stabführer Peer Kohlmey verantwortlich. Erfahrungen aus der Zeit seiner Ausbildung bei der Kreisjugendmusikschule Stade, aber auch während seines Grundwehrdienstes beim Heeresmusikkorps 3 in Lüneburg, kamen jetzt dem Corps zu gute.

Alle Corps-Mitglieder gehören der Freiburger Schützengilde an und haben somit die Möglichkeit, auf die Majestätenscheiben zuschießen und einige waren dabei schon sehr erfolgreich.

Daneben werden in den eigenen Reihen des Trommler- und Pfeifercorps Plaketten und Orden vergeben, darüber hinaus wird ab 1992 ein von Ernst Kohlmey gestifteter Wanderpreis - Pechvogel des Jahres - verliehen.

 

Eine besondere Tradition spiegelt sich im Trommler- und Pfeifercorps immer wieder, dass Familien über mehrere Generationen mit dem Corps eng verbunden sind, noch heute sind einige Spielleute mit Familienanhang aktiv und mit Spaß und Begeisterung dabei.

 

Nachwuchs ist bei uns jederzeit gern gesehen!

 

Schaut doch einfach mal vorbei, die genauen Übungsabende findet ihr auf eine der nächsten Seiten!

 

Wir hoffen, ihr konntet einen kleinen Überblick über die Entstehungsgeschichte des Trommler- und Pfeifercorps Freiburg/Elbe bekommen..............

 

...............und zum Schluss ein dreifaches

 

GUT SPIEL !   GUT SPIEL !   GUT SPIEL !

 

 

Quelle: 100 Jahre Jubiläumsheft Trommler- und Pfeifercorps Freiburg